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Kanu-Rennsport

Brandenburger Rennkanuten waren bei den 95. Deutschen Meisterschaften besonders erfolgreich

Kategorie: Deutsche Meisterschaften
Erstellt am Donnerstag, 01. September 2016 Geschrieben von Günter Welke

kanurennsport brandenburger regatten

DSC03854Fast 1000 Aktive aus 103 Vereinen/ Renngemeinschaften hatten sich nach Angaben des Ausrichters zu den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport vom 24.-28.08. auf dem Brandenburger Beetzsee in die Startlisten eingetragen, darunter ebenso die wenige Tage zuvor aus Rio zurückgekehrten Olympiateilnehmer. Auch die Parakanuten ermittelten zeitgleich in Brandenburg an der Havel ihre deutschlandweit leistungsstärksten Rennpaddler.

Nach den ersten Finalläufen am 26.08. und der anschließenden abendlichen Veranstaltung zu Ehren der erfolgreichen Olympioniken von Rio und gleichzeitigen Verabschiedung der deutschen Parakanuten zu den Paralympics wurden in insgesamt knapp 110 Renndisziplinen der Schüler A (13/ 14 Jahre) bis zur Leistungsklasse die Titelträger und Medaillengewinner gekürt. Weiterhin wurden in sieben Mehrkampfwertungen der Altersgruppen 13 und 14 Jahre die leistungsstärksten Nachwuchspaddler ausgezeichnet. Neben der Ehrung der jahresbesten Jugendlichen (15/ 16 Jahre) im Wettbewerb um den Nationalmannschaftscup erfolgte zudem die Formierung des Nachwuchsteams (15 bis 17 Jahre) des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) , das in vier Wochen bei den Olympic Hope Games in Szeged mit einem Großteil der weltweit besten Paddeltalente die Kräfte messen wird. Etwa ein Drittel dieser DKV-Mannschaft besteht aus Brandenburger Aktiven, die am Landesstützpunkt Potsdam trainieren.

Nach Abschluss der vom Regattateam Brandenburg Beetzsee e.V. gut organisierten und sichergestellten Deutschen Meisterschaften kann der mit über 100 Sportlerinnen und Sportlern vertretene Landes-Kanu-Verband Brandenburg eine äußerst erfolgreiche Bilanz ziehen. Vornehmlich der KC Potsdam als Träger des Landesstützpunktes im Luftschiffhafen stellte unter Beweis, dass er nicht nur Spitzenkönner in seinen Reihen vorzuweisen hat, sondern auch im Nachwuchsbereich eine vorbildliche Arbeit im Verbund mit den anderen Brandenburger Vereinen leistet.

Mit dem respektablen Ergebnis von 32 Gold-, 19 Silber- und 18 Bronzemedaillen avancierte der KC Potsdam zur erfolgreichsten Mannschaft aller teilnehmenden Vereine und Renngemeinschaften. Weitaus mehr als das Doppelte von Podiumsplätzen vor dem nachfolgenden Kanuverband aus Nordrhein-Westfalen.

Zu den medaillenträchtigsten Athleten der Meisterschaften gehörten natürlich die Olympiateilnehmer Roland Rauhe, Franziska Weber und Jan Vandrey, die jeweils dreimal Erste wurden. Dabei räumte Rauhe über 200 m alle Goldmedaillen im K1, K2 und K4 ab, die zu vergeben waren. Weber siegte im K1 über 1000 m sowie im K2 über 200 m und 500 m. Vandrey war im C1 und C2 über 200 m sowie zusammen mit seinem Olympiapartner Sebastian Brendel im C2 über 1000 m erfolgreich.

Im Juniorenbereich zeichnete sich besonders die Canadierfahrerin Ophelia Preller mit ihren Siegen im C1 über 200 m sowie gemeinsam mit Annika Loske im C2 über 500 m aus. Neben ihrem Sieg im K1 über 200 m holte sich Spotschülerin Clara Thieme drei weitere Medaillen (1x Silber, 2 x Bronze). Jedoch auch Saskia Regorius fuhr im Kajak starke Rennen und wurde mit je dreimal Silber und Bronze belohnt.

Der Altersbereich der Jugend (15/ 16 Jahre) steuerte mit 18 Gold-, 8 Silber- und 10 Bronzemedaillen den Löwenanteil zur Meisterschaftsbilanz der Potsdamer Kanuten bei. So standen bei 17 Endläufen allein 15mal die männlichen Potsdamer Paddeltalente auf dem Siegerpodest. Hervorragende Leistungen vollbrachten vor allem die fünffachen Goldmedaillengewinner Martin Hiller (Kajak) und Florian Köppen (Canadier), die zudem noch ein- bzw. zweimal Silberplätze belegten. Diesen beiden „Goldhamstern“ stand jedoch auch Canadierfahrer und Vierfachsieger Tom-Lucas Hinz nur wenig nach. Dreimal Gold für Leonard Busch (Kajak) sowie jeweils zweifach Gold und weitere Medaillengewinne für Hannah Blechschmidt (Kajak), Fiete Schäfer und Roar Bennecke (beide Canadier) stellt die Leistungsstärke im Jugendbereich des KC Potsdam unter Beweis.

Der mit knapp 30 Sportlern zum Beetzsee angereiste KV Brandenburger Adler konnte sich trotz zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle gut in Szene setzen. Die Resultate vergangener Jahre konnten aus besagten Gründen nicht ganz erreicht werden. Aus den diesjährigen 20 Meisterschaftsrennen und sieben Mehrkampfwertungen konnten zwei Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen, an denen zwölf Nachwuchstalente beteiligt waren, auf der Habenseite verbucht werden. Hervorzuheben sind vor allem die Leistungen der beiden Mehrkampfsiegerinnen Janne Markowski (Kajak) und Isabelle Zanin (Canadier).

Insgesamt bergen die Resultate der Brandenburger Kanurennsportler bei den Deutschen Meisterschaften die berechtigte Hoffnung in sich, auch international beim Kampf um Medaillen und vordere Platzierungen weiterhin dabei sein zu können.

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